Forstbetriebsgemeinschaft Oberallgäu e.V.

Corona-Konjunkturprogramm für die Forstwirtschaft #Bundeswaldprämie

Die Bundesregierung hat vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und als Reaktion auf deren wirtschaftliche Folgen im Juni diesen Jahres ein Konjunktur- und Zukunftspaket mit einem Gesamtvolumen von 130 Mrd. Euro beschlossen. In diesem Rahmen stellt sie 700 Mio. Euro für den Sektor Forst und Holz bereit. Neben einem Investitionsprogramm und einer Stärkung des Holzbaus können 500 Mio. Euro direkt von Waldbesitzern beantragt werden, sofern die Nachhaltigkeit der Waldbewirtschaftung zertifiziert ist und ein aktueller SVLFG-Bescheid vorliegt.

Als Mitglied in der FBG Oberallgäu nehmen Sie – sofern sie nicht explizit widersprochen haben – automatisch an der PEFC-Zertifizierung teil und können somit von dieser Konjunkturbeihilfe profitieren.

Sie können einen einmaligen Förderbetrag in Höhe von 100 Euro pro Hektar Wald beantragen und erhalten!

Die Voraussetzungen hierfür sind:

  1. Ihr Waldbesitz ist insgesamt größer als 1 ha, denn es gilt eine Bagatellgrenze von 100 Euro.
  2. Sie können nachweisen, dass Ihr Wald nach PEFC oder FSC zertifiziert ist und somit nachhaltig bewirtschaftet wird (à FBG-Mitgliedschaft).
  3. Sie haben ihr De-minimis-Kontingent in Höhe von 200.000 Euro in den vergangenen 3 Jahren nicht ausgeschöpft (siehe nächste Seite). Hierzu ist eine entsprechende De-minimis-Erklärung abzugeben.
  4. Sie beantragen die Konjunkturbeihilfe fristgerecht (spätestens bis 31.10.2021) über das Online-Portal der FNR und reichen die erforderlichen Nachweise vollständig nach.

Die Antragstellung erfolgt ausschließlich online über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR). Bei dieser Förderabwicklung ist das AELF nicht beteiligt! Alle Informationen und den Zugang zum Online-Antrag finden Sie hier:

www.bundeswaldpraemie.de

Im Antragsverfahren müssen Sie Angaben aus Ihrem Beitragsbescheid der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG / Berufsgenossenschaft) übernehmen und Angaben zur Teilnahme an der PEFC-Zertifizierung machen. Hierzu benötigen Sie eine entsprechende Bescheinigung über Ihre Teilnahme an der PEFC-Zertifizierung im Rahmen Ihrer Mitgliedschaft in der FBG Oberallgäu e.V..

Wichtig: Bitte achten Sie darauf, dass die Angaben im angefügten „Anforderungsbogen Bundeswaldprämie“ mit den Angaben im SVLFG-Bescheid übereinstimmen. Dies gilt für Ihren Name und Anschrift ebenso, wie für die Größe ihrer Forstfläche.

Falls Sie die Bundeswaldprämie beantragen möchten: Prüfen Sie bitte Ihre Mitgliedsdaten auf dem beigelegten „Anforderungsbogen Bundeswaldprämie“ mit Ihrem SLVFG-Bescheid ab. Sollten Daten nicht exakt übereinstimmen, dann haben sie dort auch die Möglichkeit, die korrekten Daten oder weitere Ergänzungen anzugeben.

Sie können dann wählen, ob Sie nur die erforderliche Bestätigung wünschen oder ob Sie uns auch mit der Beantragung der Bundeswaldprämie beauftragen möchten.

Senden Sie dann den ausgefüllten und unterschriebenen Anforderungsbogen bis spätestens 28.02.2021 an

waldpraemie@fbg-oa.de

zurück. Nach Eingang Ihres Anforderungsbogens erhalten Sie anschließend die Bestätigung ihrer Mitgliedschaft mit einem PEFC-Nachweis, mit dem Sie dann den Online-Antrag stellen können.

Was ist De-minimis und wie verhält es sich mit der De-minimis-Erklärung?

Unternehmen aus nahezu allen Wirtschaftsbereichen genauso wie Sie als Waldbesitzer (sie werden in diesem Zusammenhang als „Forstbetrieb“ gewertet) können unter bestimmten Voraussetzungen innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren finanzielle Beihilfen bis zu einer Höhe von maximal 200.000 Euro erhalten.

Die De-minimis-Verordnung regelt, welche konkreten Fördermaßnahmen darin enthalten sind. Nur diese sind relevant! Teile der forstlichen Förderung sind nur im Jahr 2020 mit De-minimis-Regelungen ausbezahlt worden, die Jahre zuvor nicht. Grundsätzlich betrifft dies auch Förderungen, die Ihnen von Ämtern in allen Bereichen gewährt wurden (z.B. Landwirtschaft / Bergwaldoffensive / Naturschutz etc.).

Pauschal lässt sich also folglich keine Auskunft treffen, welche Förderung in der Vergangenheit hierfür relevant ist. Aber: Auf den jeweiligen Förderbescheiden ist immer ein Hinweis zu De-minimis zu finden, wenn die Zuwendung unter diesen Voraussetzungen gewährt wurde! Daraufhin müssen sie ihre bisherigen Förderbescheide prüfen.

Wer noch 2020 den Antrag stellt, für den ist der relevante Zeitraum 2018, 2019 und 2020. Bei Antragstellung 2021 gelten die Jahre 2019, 2020 und 2021 als förderrelevant. Wurde in diesem Zeitraum eine Förderung in Anspruch genommen, die mit De-minimis-Auflagen gewährt wurde, so ist diese in dem Antrag anzugeben! Förderungen ohne De-minimis-Auflagen sind nicht zu belegen.

Es stehen für die Bundeswaldprämie 500 Mio. Euro zur Verfügung. Damit können fünf Mio. ha Privat- und Kommunalwald gefördert werden. Das vorgesehene Geld dürfte also nicht sofort vergriffen sein, dennoch empfehlen wir mit der Antragstellung nicht zu lange zu warten und den Antrag zeitnah zu stellen.

Wir freuen uns sehr, dass Sie über die Mitgliedschaft in unserer FBG Zugang zu diesem Konjunkturprogramm erhalten. Für uns ist die Abwicklung mit einem nicht unerheblichen Aufwand verbunden. Wir bitten daher um Verständnis, dass wir für die Ausstellung der Bescheinigung mit den förderrelevanten Daten eine geringe Gebühr in Höhe von 7,50 € zzgl. MwSt. erheben müssen.

Benötigen Sie Hilfe bei der Antragstellung?

Gerne unterstützen wir Sie bei der Beantragung gegen eine Servicegebühr von 50,- € zzgl. MwSt.. Bitte kreuzen Sie dies auf dem Anforderungsbogen an und wir kommen nachfolgend mit einem Terminvorschlag auf Sie zu.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen zur Verfügung! Gerne beantworten wir Ihr Anliegen, richten Sie sich hierfür bitte bevorzugt an waldpraemie@fbg-oa.de.

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