Nach Orkan „Sabine“ ist es wiederholt zu weiteren, stärkeren Stürmen gekommen, der Februar war der stürmischste seiner Art seit Wetteraufzeichnung! Überwiegend führten die Stürme jedoch nur zu Einzel- und kleineren Nesterwürfen. Zum heutigen Stand geht man von ca. 2 Mio. Festmeter Sturmholz in Bayern und 1,6 Mio. Festmeter in Baden-Württemberg aus, was in Anbetracht des regulären Jahreseinschlags von ca. 18 Mio. Jahreseinschlag verkraftbar klingen mag.

Aber: Die Situation an den Nadel-Rundholzmärkten ist ungebrochen angespannt. Die großen Sägewerke haben den Ferntransport zu den „älteren Schadgebieten“ in den letzten Monate intensiviert und sind vertraglich gebunden. Auch in den Heizwerken macht sich der milde Winter in der Gestalt bemerkbar, dass weniger Hackgut verheizt wurde. Daher wird die Herausforderung nicht nur die weitere Mehrmenge sein, sondern auch deren zeitnahe Abfuhr.

Sturmwurf

Folgende Handlungsempfehlungen können wir ihnen geben:

  • Schauen sie nach in ihrem Wald, ob sie betroffen sind, wenn sie es nicht schon getan haben.
  • Beantragen sie ggf. VOR Maßnahmenbeginn die Förderung für die Aufarbeitung des Sturmholzes
    (ab 100 fm bzw. 17 fm im Schutzwald sind Einzelanträge möglich).
  • Arbeiten sie das Holz schnell auf, um Käfergefahr im Frühjahr zu vermeiden.
  • Verwerten sie Kleinstmengen / Einzelbäume selbst
  • Preisliche Zusagen können wir aktuell erst bei Fertigstellung (also zum direkten Zeitpunkt des Vermarktens) machen, da auch wir kurzfristigen Preisrücknahmen gegenüber stehen.
  • In der Holzabfuhr kann es zu Verzögerungen kommen. Lagern sie daher kein Holz auf Flächen, wo es schnell gefahren werden muss! Bitte ab sofort Wiesenlager unbedingt vermeiden.
  • Zu guter Letzt: Bitte haben sie Verständnis für alle Beteiligten, dass es zu Verzögerungen in Abfuhr und Abwicklung kommen wird.
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